Slaves In Paradise

Der Fotograf Marco Becher hat auf seiner Homepage eine neue Fotodokumentation online gestellt, für die ich wiederum die Recherche und Textarbeiten übernehmen durfte.

Foto: Marco Becher

Bei Slaves In Paradise – Vorname Illegal geht es diesmal um haitianische Flüchtlinge, die auf den Zuckerrohrplantagen in der Domenikanischen Republik ausgebeutet werden. Der erste Gedanke, der mir dabei kam: Unweit der Badestrände und Resorts, wo europäische Urlauber dem All-Inclusive-Tourismus mit dem „Wir-sahen-nichts-vom-Land-aber-die-Woche-war-supergüstig“-Feeling frönen, herrschen Zustände wie in der Kolonialzeit. Und der zweite Gedanke: Eine traurige Ironie des Schicksals… Die Nachfahren der stolzen afrikanischen Zwangsarbeiter, die vor zweihundert Jahren auf Hispaniola die Unabhängigkeit und das Ende der Sklaverei erkämpften, sind jetzt selbst moderne Arbeitssklaven.

Wenn man sich mit der Geschichte Hispaniolas (die Insel mit den Staaten Haiti und Domenikanische Republik) und den Vorgängen seit der Kolonialisierung ‚Westindiens‘  auseinandersetzt, reicht das völlig, um den Glauben an der Menschheit zu verlieren. In diesem Zusammenhang noch ein Buchtipp für alle, die starke Nerven haben: James A. Michener erzählt im Roman Karibik über die Dramen und Schicksale, die sich dort in den vergangenen 800 Jahre abgespielt haben. Erschreckend.

Und hier geht es zu Marco Bechers Dokumentation!

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1 Kommentar
  1. Falko sagte:

    Mahlzeit! Wo ist denn der like Button? ;)

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