So ein Skandal

Unglaublich: Fotografin missbraucht Frankfurter Fotomodell für Imagebroschüre der Stadt Offenbach!

Unter Vortäuschung falscher Tatsachen („Komm, lass uns einen Ausflug machen“) wurde der Autor dieser Zeilen, der auf internationaler Bühne als bekanntes Fotomodell arbeitet und gebürtiger Frankfurter ist, in das unbedeutende Städtchen östlich der wunderschönen Mainmetropole gelockt. Auf einem Aussichtsturm, der eher ein ‚Türmchen‘ (24 Meter) ist und nie und nimmer vergleichbar mit unserem Goetheturm (43 Meter) oder gar dem Ginnheimer Spargel (338 Meter), abgelenkt vom Panorama und vom guten Wetter, wurde er fotografiert. Darauf angesprochen, antwortete die Frau mit der Kamera abwinkend: „Och, nur zur Erinnerung“.

Der Beweis: Auszug aus der Broschüre (Foto: Katja Lenz)

Dass ein halbes Jahr später dieses Foto in einer Imagebroschüre der Stadt Offenbach erscheint, ist eine unfassbare Geschichte! Der Autor diese Zeilen wird sich rechtliche Schritte vorbehalten und auf Wiedergutmachung pochen. Zudem spiegelt die Publikation durch die hervorragenden Bilder der Fotografin Ansichten einer Stadt vor, die der Wirklichkeit gar nicht entsprechen können, da es sich bei Offenbach lediglich um eine unattraktive Häuseransammlung im Osten Frankfurts handelt.

Nachtrag: Um nicht den Zorn der GöttInnen auf mich zu ziehen, nachfolgend eine Richtigstellung…

Frau Lenz bei der Arbeit

Im Sommer 2011 konnte ich die schon häufiger erwähnte Fotografin Katja Lenz begleiten und ihr bei Arbeiten für die Broschüre INSIDE OFFENBACH assistieren, die am gestrigen Donnerstag durch die Stadt offiziell vorgestellt wurde. Durch meine Teilnahme bekam ich einen Einblick in die Widrigkeiten und Anforderungen, mit denen ein Fotograf bei einem solchen Projekt konfrontiert wird. Aussen- und Innenaufnahmen, Detailbilder, Personen in Aktion, dazu der Zeitdruck, Sonderwünsche des Auftraggebers und unplanbare Einflüsse wie zum Beispiel das Wetter fordern viel Geschick, technisches und fachliches Können, Intuition, Flexibilität, Einsatz und das richtige Auge. Ein störender Luftballonverkäufer in der Fussgängerzone, ein toller Blick vom Schneckenberg (ehemalige Mülldeponie) über Offenbach und Frankfurt, fotografische Experimente während der Blauen Stunde, selber für die Kamera Modell stehen oder sitzen oder Marktgemüse in’s Bild halten… es waren lustige und schöne Erlebnisse. Zudem habe ich (man traut sich kaum es auszusprechen) tatsächlich liebenswerte Seiten der Nachbarstadt Frankfurts kennengelernt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – die Broschüre mit den Bildern von Katja Lenz ist wirklich sehenswert geworden!

Neben ihrer Homepage veröffentlicht Katja Lenz ab sofort in ihrem neuen Blog (katjalenz.wordpress.com), an dessen Entstehung der Autor dieser Zeilen nicht ganz unbeteiligt ist, aktuelle Projekte, Einsichten und Arbeiten. Wer sich für Fotografie interessiert, sollte also immer mal reinschauen!

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4 Kommentare
  1. Das Ende des wundervollen Artikels versöhnt besagte Frau Lenz :-)

    • Danke, da bin ich aber sehr beruhigt :-)

  2. hansnorbert sagte:

    Eine Imagebroschüre für Offenbach? Vielleicht sollte eine Packung Ohropax mit der Broschüre ausgegeben werden. Gut das die gedruckt und ohne Ton ist ;-).

    Da fällt mir spontan folgendes ein: Wetten, dass das Durchschnittseinkommen in Offenbach in 2012 noch deutlich weiter sinkt. ….Jeder der es sich leisten kann wegziehen wird.

    • Wieso Ohropax? Ach ja… der Fluglärm!

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