Olympia 2012 – Part I

Olympia. Alle vier Jahre. Schneller, höher, weiter. Alles andere blenden wir heute mal aus…

Die Spiele hatten noch gar nicht offiziell begonnen, da gab es schon den ersten Fauxpas: Das Fussballspiel zwischen Nordkorea und Kolumbien (Endstand 2:0), das aufgrund des engen Zeitplans bereits Tage vor der Eröffnungsfeier ausgetragen werden sollte, konnte erst nach einiger Verspätung angepfiffen werden. Die Bildregie und Moderation hatte bei der Präsentation der nordkoreanischen Mannschaft versehentlich die Fahne Südkoreas eingeblendet und bei der Ansage Nordkoreas den Zusatz „demokratische Volksrepublik“ vergessen. Daraufhin verliessen die nordkoreanischen Fussballerinnen das Spielfeld, bis die ‚Peinlichkeit‘ offiziell gelöst wurde.

Den Grossteil der Eröffnungsfeier habe ich verpasst (wer mag darüber berichten?). Aber den Einlauf der Athleten konnte ich sehen: Man kann von dieser Zeremonie halten, was man will – die Freude und den Stolz der Menschen zu sehen, die hinter ihrer Fahne das Stadion betreten, finde ich wunderbar. Und ich staune über teilnehmende Nationen, weil sie exotisch und fremd klingen und sich so wunderschön bunt präsentieren: Amerikanisch-Samoa, Bhutan, die Kaimaninseln, Kiribati, Mikronesien, Nauru, Palau, St. Kitts and Nevis, Tuvalu, Vanuatu. Herrlich!

Olympia 2012. Dabeisein ist alles…

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5 Kommentare
  1. Das finde ich auch das Beeindruckendste – den Einlauf der Athleten…
    Skandale gabs allerdings merkwürdigere, z.B. den 400-Meter Endlauf, bei dem nur ein Läufer startete und die Goldmedaiile errang. In Londond 1908. ;-)

    • Tatsächlich? Die Geschichte kannte ich noch gar nicht! Habe nur davon gehört, dass mal ein Marathonläufer in Führung liegend beim Zieleinlauf zusammenbrach und diverse Leute ihm wieder auf die Beine halfen. Daraufhin wurde ihm der Sieg aberkannt und er wurde disqualifiziert.

      Übrigens: In London 2012 sind mind. drei Sportler mit Handicap dabei – ein sehbehinderter Bogenschütze, der südafrikanische Sprintläufer mit den Beinprothesen und eine polnische Tischtennisspielerin, der die rechte Hand von Geburt an fehlt! Rund um Olympia gibt es wahrscheinlich tausende interessante Randgeschichten…

  2. Eine der schönsten Eröffnungsfeiern, die ich je gesehen habe. Als noch genialer habe ich jedoch die Kamera-Regie empfunden, die sich immer die richtigen Details aus dem pompösen Bühnenbild heraus pickte. Im Stadion selbst hat man wahrscheinlich kein Zehntel davon sehen können, weil zu weit weg. Diesmal kann ich nur jedem raten, sich die Aufzeichnung anzusehen.

    • Ja, die Details haben mir auch gefallen. Mich hat auch die im Stadion aufgebaute Landschaft sehr beeindruckt. Und generell fand ich es angenehm, dass die Feier – trotz des grossen Aufwands – nie irgendwie überzogen oder pompös wirkte, sondern immer sehr ‚bodenständig‘. Ganz anders als der Peking-Gigantismus… London präsentiert sich bisher sehr gut als Gastgeber, finde ich.

  3. Exavctamente, Peking hat mir gar nichts gesagt (oder so viel wie meine China Reisen). Die szenenartige bodenständige Präsentation der Londone Eröffnungsfeier war dagegen wunderschön und hatte ausserdem Aussage und Inhalt. Barcelona 92, das mit meinerholden Präsenz rechnen durfte, ist sowieso nicht zu schlagen (in meinem Kopf), aber London kommt gleich danach. Ich bin alles andere als anglophil, aber bisher haben sie nur Lob verdient.

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