Erste Saisonniederlage

Sonntag, 07. Oktober 2012 – fast schon ein historisches Datum, denn Eintracht Frankfurt kassiert nach sechs (hochgelobten) Pflichtspielen in der neuen Saison die erste Niederlage. Aber die fühlt sich gar nicht so schlimm an.

Nachdem die Fohlen vom Niederrhein innerhalb weniger Tage eine 0:5-Klatsche gegen Borussia Dortmund und die Heimniederlage im Europa League-Spiel gegen Fenerbahce Istanbul (2:4) verdauen mussten, durfte man als Eintracht-Fan insgeheim durchaus von einem Sieg gegen augenscheinlich verunsicherte Gladbacher träumen. Doch Fussball basiert nicht auf Statistiken und Wahrscheinlichkeiten – am Ende zählt: Das Runde muss ins Eckige.

Es ist schon ein wenig schmeichelnd, wenn sich der Gegner – immerhin Tabellenvierter des Vorjahres – aus Respekt vor unserer Spielweise im eigenen Stadion auf destruktiven Abwehrkampf verlegt. Aber den Gladbachern blieb aufgrund der vielen Gegentore aus den Spielen zuvor nichts anderes übrig, um ein weiteres Debakel zu vermeiden und die Füsse wieder auf den Boden zu bekommen. Da muss man die richtigen Mittel finden, um das Abwehrbollwerk des Gegners zu überwinden. Das kann dann schon mal ein zähes Ringen bis zum Schlusspfiff werden.

Eigentlich haben die Jungs alles richtig gemacht: Das Spiel wurde in die Breite gezogen, sie haben versucht, über die Aussen bis zur Grundlinie vorzustossen. Frühes Stören und Balleroberung in der gegnerischen Hälfte. Um den Gegner herauszulocken, wurde auch mal ‚hintenrum‘ gespielt. Lange Bälle auf Occean, Kurzpassspiel an der Strafraumgrenze mit dem Versuch, die Lücke zu finden. Soweit alles ok. Vielleicht mehr Distanzschüsse, vielleicht mehr Einzelaktionen, um in den Strafraum einzudringen. Inui hatte nicht seinen besten Tag, Occean konnte seine Chancen nicht nutzen. Und Gladbach hat es am und im eigenen Strafraum immer wieder eng gemacht… es hat gestern halt nicht ’sein sollen‘.

Im Zweifelsfall endet so eine Partie 0:0, man nimmt den Punkt mit nachhause und beim Bier danach heisst es: „Wir hätten noch Stunden weiterspielen können und der Ball wäre nicht reingegangen…“.

So hätte es laufen können, wenn nicht diese zwei Gladbacher Tore (Arango, 8. Minute + de Jong, 24. Minute) praktisch aus dem Nichts gefallen wären, die zudem noch individuellen Fehlern unserer Spieler entsprangen. Und so verliert die Eintracht das Spiel mehr als unglücklich. Kann passieren.

Jetzt ist erst mal (wieder) Länderspielpause. Und vielleicht legt sich der mittlerweile überdrehte Medienhype rund um die Eintracht durch die Niederlage etwas. Unseren Jungs wird’s nicht schaden – das Spiel gegen Hannover 96 (20. Oktober in Frankfurt) wird schwer genug!

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3 Kommentare
  1. „…insgeheim damit gerechnet…“ hatte ich auch, andererseits bin ich von Natur aus skeptisch wenns um Statistiken geht. Vielleicht ist diese „Pause“ auch mal ganz gut für die Mannschaft.

    • Hm… im nachhinein wäre mir ein Punktgewinn beim direkten Konkurrenten Gladbach lieber gewesen, als das Unentschieden gegen den BVB (auch wenn es toll anzuschauen war). Naja – hoffen wir, dass die Mannschaft die Pause gut nutzt!

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