Die Kunst sich selbst zu lieben…

…und ein, zwei Andere vielleicht (Ausstellung des Fotokünstlers To Kuehne)

Der Titel des Bilderzyklus verführt. Bei oberflächlicher Betrachtung wird man zwangsläufig an ausgeprägten Narzissmus und einen selbstdarstellerischen Egomanen denken, der sich auf seinen Werken stets im Mittelpunkt präsentiert. Doch ein genauerer Blick lohnt!

Der Buddhismus lehrt, dass ein achtsamer und respektvoller Umgang mit Anderen bedingt, dass der Mensch zuerst mit sich selbst im Reinen ist. Sich selbst lieben können und eigene Makel und Schwächen akzeptieren, um vorurteilsfrei und liebend dem Mitmenschen zu begegnen, drückt sich insbesondere im tantrischen Geist aus. To Kuehne, bekennender Buddhist, präsentiert mit seinen Arbeiten genau diese Haltung. Immer mit einem Schuss Selbstironie, oft mit einem Augenzwinkern und der Kritik am allgemeinen Schönheitswahn.

Die an Gemälde erinnernden Bilder des langjährigen Zyklus „Die Kunst sich selbst zu lieben… und ein, zwei Andere vielleicht“ spielen häufig mit bekannten Zitaten und zeigen im Detail liebevoll gestaltete Requisiten und aufwendige Bearbeitung. Das Betrachten wird zum Suchspiel und macht dadurch doppelt Spass!

Werke von To Kuehne und Fotos der sehr unterhaltsamen Vernissage (zum Öffnen der Galerie einfach eines der Bilder anklicken):

Die Ausstellung ist noch bis 29. März 2013 in den Räumen von Oliver Lorscheid Veranstaltungen in Oberursel nach Vereinbarung zu besichtigen. Kontakt über lorscheid.com. Weitere Links: to-kuehne.de und facebook.com/tokuehnefotografie.

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3 Kommentare
  1. Originell inszenierte Fotos von Herrn Kuehne. Besonders die vielen kleinen Details in den ersten drei Fotos halten den interessierten Blick fest. Persönlich sagen mir die Inszenierungen von Olivier Richon allerdings mehr zu. Das ist aber Geschmackssache wie meist in der Kunst.
    Schönen Dank für den Bericht und
    schöne Grüsse vom überaus sonnigen Schwarzen Berg

    • Nicht nur Geschmackssache… die Arbeiten und Intentionen von Kuehne und Richon lassen sich auch kaum vergleichen, oder?
      Sonniger Schwarzer Berg klingt einladend! Heute liebe Grüsse aus dem winterlich kalten Berlin…

    • Vergleichen hinsichtlich der sorgfältigen Komposition schon, finde ich. Wenn gleich die Ziele reichlich verschieden sein dürften.
      Verregnete Grüsse vom Scharzen Berg ins kalte Berlin

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