Pump your bike!

Bisher waren sie mir im Frankfurter Stadtbild nie aufgefallen: die Luftpumpstationen für Radfahrer. Ein wunderschöner, sonniger und geruhsamer Sonntagnachmittag bot jetzt die Gelegenheit, sich diese Installation einmal genauer anzuschauen.

Die ‚Pumpstation‘ steht unspektakulär am Gehsteigrand – man muss schon genauer hinschauen, um das Stahlrohrgebilde nicht zu übersehen. Ähnlich wie beim Einkaufswagen löst man mittels Pfandmünze (es passen 50 Cent-, 1 oder 2 Euro-Stücke) den Verschluss und entnimmt die mit einer langen Kette gesicherte Handpumpe. Nach verrichteter Tätigkeit wird die Pumpe in die Vorrichtung zurückgeschoben und der Verschluss gibt das Geldstück wieder frei.

Die Luftpumpe funktioniert natürlich nur bei klassischen Fahrradschlauchventilen, was bei uns sogleich zur Debatte führte, ob die Stadt Frankfurt ihre Gelder jetzt flächendeckend für diesen nicht allen Radfahrern dienlichen Service verpulvert, statt beispielsweise das Budget in den Ausbau und die Verbesserung der Radwege zu investieren.

Ein Blick auf die Homepage des Radfahrbüros der Stadt Frankfurt (allgemein interessant: radfahren-ffm.de) klärt auf: die Luftpumpstationen gibt es bisher nur in der Innenstadt an der Hauptwache (TraffiQ-Pavillon), am Merianplatz in Bornheim und in Sachsenhausen (Schweizer Platz). Die Installationen sind eine Stiftung der Stadt zum Wettbewerb des fahrradaktivsten Stadtteils, ein genereller Ausbau ist nicht geplant. Somit brauchen wir uns also (in diesem Fall) keine Sorgen über die städtische Finanzplanung machen!

(Zum Öffnen und Vergrössern der Fotogalerie einfach ein Bild anklicken)

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4 Kommentare
  1. Immerhin ein kleiner Service. Die traditionellen, kleinen Ventile werden zwar immer seltener. Aber immerhin. Frankfurt gilt im Bundesdurchschnitt ja eher als fahrradfeindliche Stadt. Vielen Dank für den Hinweis.
    Schöne Grüsse vom Schwarzen Berg

    • Ja, ein kleiner Service. Doch ein Blick auf http://www.radfahren-ffm.de lohnt sich tatsächlich – da wird viel geboten (war mir bis dato auch noch nicht so bewusst, weil ich eher individueller Radrebell bin, als ein gutinformiertes, behelmtes ADFC-Mitglied). Klar, es gibt noch einiges zu bemängeln… aber so schlecht steht Frankfurt als Radfahrerstadt anscheinend gar nicht da! Apropos: Welchen Stellenwert hat Radfahren am Schwarzen Berg (ausgenommen Transportvehikel)? ;-) Bitte mal Fotos und Artikel darüber auf Deinem Blog!!!

    • Die Seite habe ich mir angeschaut und sie sieht gut aus. Als militanter Radfahrer hatte ich selbst in Frankfurt bisher (zum Glück) wenige Probleme.
      Auf dem Schwarzen Berg fahren die Zigeuner Rad und einige besonders Mutige. Damit ist eigentlich schon alles gesagt.
      Das speziell für Frau Waas angefertigte Fahrrad wurde unlängst aus dem Hausflur gestohlen. Ein für hiesige Verhältnisse unerhörtes Ereignis. Trauer trägt der Herbst….

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