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Am vergangenen Samstag fanden im Rahmen der Enthüllungen durch Edward Snowden bundesweit in über 30 Städten Demonstrationen gegen totale Überwachung und für informelle Selbstbestimmung statt. Bei der Protestkundgebung in der Frankfurter Innenstadt, zu der ein parteienübergreifendes Bündnis aufgerufen hatte, versammelten sich etwa 1.000 Teilnehmer und forderten von der Bundesregierung mehr Aufklärung, Unterstützung für Snowden und den Schutz der Bürger vor der Sammelwut der Geheimdienste und grossen Internetkonzerne.

Seitens Berlin sollten wir allerdings nicht allzuviel erwarten: seit 1968 gibt es eine Verwaltungsvereinbarung, die die Bundesregierung verpflichtet, “für die westlichen Siegermächte Post- und Fernmeldeüberwachungen durchzuführen oder von diesen selbst durchführen zu lassen“, wie der Freiburger Historiker Joseph Foschepoth berichtet [1]. Laut Foschepoth gilt die Vereinbarung bis heute unverändert fort. Angesichts Ex-Bundeskanzler Schröders Zugeständnis an George W. Bush (aus der Regierungserklärung 12. Sptember 2001: “Ich habe ihm auch die uneingeschränkte – ich betone: die uneingeschränkte – Solidarität Deutschlands zugesichert“ [2]) und Bundesinnenminister Friedrichs Haltung zu Datenschutzfragen sollte uns das nicht wundern.

Auch die deutsche Wirtschaft wird an einer umfassenden Aufklärung nicht besonders interessiert sein. Zwar geht es nicht nur um geheimdienstliche Aufklärung zwecks Terrorbekämpfung, sondern auch um handfeste Wirtschaftsspionage – doch das Geschäft hat Vorrang. So hat die Deutsche Telekom eingeräumt, im Rahmen der Übernahme des Unternehmens Voicestream (heute: T-Mobile USA) im April 2001 einen Vertrag mit dem US-Justizministerium und dem FBI unterzeichnet zu haben, der den US-Behörden volle Zugriffsrechte auf Verkehrsdaten und Kommunikationsinhalte einräumt. Der Vertrag ist selbstverständlich auch heute noch gültig [3]. Andere Konzerne (u. a. Yahoo) beklagen sich, nicht umfassend die Wahrheit über die Zusammenarbeit mit den Behörden offenlegen zu dürfen.

Snowdens Enthüllungen, die Meldungen und Reaktionen der vergangenen Wochen verdeutlichen, dass unser Verständnis einer freien, modernen Gesellschaft von verschiedenen Interessensgruppen unterschiedlich interpretiert wird. In meinen Augen bedeutet das eine Zäsur, die dringend öffentlich diskutiert werden muss.

Wir müssen reden… über die Arbeit und die Kontrolle der Geheimdienste. Nicht erst seit der NSU-Affäre wird die deutsche Öffentlichkeit von BND und Verfassungsschutz an der Nase herumgeführt, wenn es um Aufarbeitung geht. Die Geschichte der Bundesrepublik ist durchzogen von Ereignissen, bei denen die Rolle der Geheimdienste unaufgeklärt blieb. Inwieweit also entziehen sich die Geheimdienste den parlamentarischen Kontrollgremien? Hinzu kommt: seit 9/11 wurden zum Beispiel die US-amerikanischen Dienste mit unvorstellbaren Finanzmitteln ausgestattet. Das ist ein Machtfaktor, der nicht verschwiegen werden sollte. Und die Aufregung darf sich nicht nur auf die USA fokussieren – das EU-Mitgliedsland Grossbritannien scheint mit seinem Geheimdienstprogramm Tempora noch weitaus intensiver die europäischen Partner abzufischen.

Wir müssen reden… über die Zukunft von Datenverkehr und Internet. Monopolistische Strukturen können nicht förderlich sein. Wenn uns Google und Facebook nur noch zeigen, was wir vermeintlich sehen möchten, ist das Manipulation. Wenn Pläne wie die der Telekom greifen, den Datenverkehr zugunsten eigener kommerzieller Angebote zu begrenzen, verkommt das WorldWideWeb zu einem weiteren Mainstreammedium als Werbeplattform. Ein arabischer Frühling ist dann darüber nicht mehr zu organisieren.

Wir müssen reden… über den Glaube an Big Data und Analyseprogramme, denn nichts anderes steckt hinter der Datensammelwut. Auch in der Technokratie deutscher Amtsstuben, der Politik und Konzerne erliegt man den Verlockungen, die Gesellschaft via Algorithmen auslesen und führen zu können. Das führt unweigerlich in einen Totalitarismus, denn die Lösungen und Entscheidungen basieren nur noch auf den Fragen, die ein Algorithmus beantworten kann. Querdenken, Hinterfragen, Ausnahmen sind dann nicht mehr zulässige Muster.

Es gibt heute schon genug Beispiele, was passiert, wenn Realitäten als mathematisches Modell behandelt werden – siehe der computergestützte Börsenhandel mit seinen plötzlichen, irrationalen Ausschlägen (das geht so weit, dass teilweise der Handel manuell ausgesetzt werden muss). Wie zuverlässig sind die Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute (weder die Dotcom-Blase noch der Crash in 2008 wurden vorausgesagt)?

Und wir müssen dringlichst reden… über unser Verhältnis zu Demokratie und Bürgerechte – bestenfalls mit den Nachbarn, Freunden und Bekannten und unseren Abgeordneten in den Parlamenten. Wir müssen darüber reden, was wir als freie Gesellschaft auszuhalten bereit sind (Apropos: Waren das jetzt 5, 7 oder 40 Terroranschläge, Herr Bundesinnenminister?). Wir müssen darüber reden, ob uns ein Freihandelsabkommen mit den USA wichtiger ist als der Schutz vor genmanipulierten Lebensmitteln und der Privatisierung und Ökonomisierung aller Bereiche.

Wollen wir darüber reden?

Quellen: [1] Forschungsstudie “Überwachtes Deutschland“ von Joseph Foschepoth, Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, 2012… [2] Manuskript der Rede Schröders… [3] Artikel von Patrick Beuth, DIE ZEIT, 23. Juli 2013

(Bilder der Kundgebung StopWatchingUs vom 27. Juli 2013 in Frankfurt am Main. Zum Öffnen der Galerie einfach anklicken)

Die Einladung machte neugierig und versprach einen interessanten Abend:

Stiftung MedienMittwoch

ZEITUNG IN DIGITALEN ZEITEN – DIE ZUKUNFT IST LOKAL

Diskussionsteilnehmer: Ludwig Ederle (Bereichsleiter Digitale Medien bei stimme.net + Heilbronner Stimme), Boris Tomic (Leiter der Stadtredaktion bei Frankfurter Neue Presse), Andreas Törpel (Managing Director bei Media Team OMD) und Dr. Roland Gerschermann (Geschäftsführer der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und stellv. Vorsitzender vom Verband Hessischer Zeitungsverleger). Moderation durch Wolfgang J. Borgfeld (Leitender Redakteur Deutscher Fachverlag).

Bald ein Bild aus vergangenen Zeiten? (Foto: Katja Lenz)

Bald ein Bild aus vergangenen Zeiten? (Foto: Katja Lenz)

Die Financial Times Deutschland hat vor kurzem ihr Geschäft eingestellt, die Frankfurter Rundschau taumelt seit geraumer Zeit einer ungewissen Zukunft entgegen, die Westfälische Rundschau (WAZ Verlagsgruppe) entlässt 120 Journalisten und arbeitet zukünftig ohne eigene Lokalredaktion. Das Zeitungssterben ist in der Realität angekommen. Kostendruck und sinkende Umsätze treffen neben den Verlagen auch viele freie Mitarbeiter und Zulieferer, den Handel und natürlich das Druckgewerbe. Umso interessanter ist es, wenn sich Vertreter der Printmedien über mögliche Chancen ihrer Branche äussern, wie es das Motto der Veranstaltung verspricht.

Es gibt tatsächlich Erfolgsmeldungen – so beispielsweise das Lokalblatt The Herald in Jasper (Indiana, USA), das mit Bildreportagen und Fotojournalismus die Leser begeistert und unterhält:

Tages- und Wochenendausgabe THE HAROLD (v. l. n. r.)

Auch Ludwig Ederle von der Heilbronner Stimme äussert sich zufrieden über Abo- und Umsatzzahlen. Seine Regionalzeitung lässt Print und Online zusammenspielen – im Web werden Meldungen mit Videos und Bildergalerien aufgewertet, die anderntags im gedruckten Format ausführlicher behandelt werden.

Natürlich stellt sich die Frage, ob die beiden genannten Beispiele repräsentativ sein können. Im ländlichen Raum finden wir aufgrund der vergleichsweise hohen Heimatverbundenheit eine viel ausgeprägtere Bindung der Leser an die regionale Zeitung, als dies in Ballungszentren der Fall ist. Prinzipiell jedoch ist der Ansatz von The Herald und Heilbronner Stimme, den Schwerpunkt auf Bildsprache und optische Anreize zu legen, sicherlich ein denkbares Mittel, das Printprodukt zu entstauben und konkurrenzfähiger zu machen.

Allerdings – während das Beispiel aus Übersee Qualität und Kosten unter einen Hut bringt, geht die Heilbronner Stimme den bequemeren Weg: der Lokalreporter wird mit Fotohandy ausgestattet, um bei den Recherchen auf dem Volksfest auch für Druckausgabe und Internet zu fotografieren und einen Videoclip des Interviews mit dem Schützenkönig zu produzieren. Das mag zuweilen die Authentizität unterstreichen – doch entgegen Ederles Aussage, dass seine Mitarbeiter das Experiment „mit Begeisterung“ aufgenommen haben, ist auch an den möglichen Qualitätsverfall und die sowieso schon vorhandene Arbeitsintensität bei immer weniger Personal in den Redaktionen zu denken…

Schwer vorstellbar, dass voll ausgelastete Allrounder neben dem Editieren von Texten, Bild- und Videomaterial noch Zeit finden, gewissenhaft dem Stadtkämmerer bei seinen finanziellen Jongliertricks auf die Finger zu schauen. „Qualität“ war an diesem Abend übrigens generell ein stark beanspruchtes Wort (auch durch FNP-Mann Boris Tomic). Wie diese jedoch gewährleistet werden kann angesichts sinkender Auflagen und Werbeeinnahmen, blieb man den interessierten Gästen im Plenarsaal der IHK Frankfurt schuldig.

Gegen Ende der Podiumsdiskussion näherte man sich dann auch der allseits bekannten Lösung aller Probleme, dem heiligen Gral der Zeitungsmacher: „Paid content“. Doch wieder einmal blieb der Begriff eine Wolke, die im Saal über den Köpfen schwebte. Wie zukünftig die Bezahlmodelle für digitale Inhalte erfolgreich ausgestaltet werden können, darüber äusserte man sich auf der Bühne dann lieber doch nicht so konkret…

Fazit des Abends: Die Lokalzeitung könnte Zukunft haben. Kommt nur darauf an, wo und wie.

[Veranstaltungshinweis: Quo vadis, Print? von stadtkindffm]

(Zum Öffnen der Galerie einfach Bild anklicken. Fotos: Katja Lenz)

[Anmerkung: Das interessante Beispiel der Zeitung The Herald war nicht Inhalt der Veranstaltung, sondern wurde mir in einer Facebook-Diskussion empfohlen]

Vor einem Jahr wagte ich den Blick in die Glaskugel und machte Voraussagen für 2012 (Blogartikel „Wetten, dass…?“). Da ich dem 21.12. noch nicht so recht traue, prüfen wir lieber heute schon, inwieweit meine Prognosen eingetroffen sind!

Eichhörnchen Hans-Dietrich (Foto: Katja Lenz)*

Eichhörnchen Hans-Dietrich (Foto: Katja Lenz)*

Ich schrieb am 22. Dezember 2011:

WETTEN, DASS…

…es in 2012 wieder mindestens eine verheerende Naturkatastrophe geben wird, die weltweite Hilfe erfordert?

Zugegeben, diese Vorhersage war nicht schwer, denn jedes Jahr erleben wir grössere Naturereignisse. Dieses Mal u. a. die Erdbeben in Italien und auf den Philippinen, sowie Hurricane Sandy, der nicht nur an der US-Ostküste, sondern insbesondere auf einigen Karibikinseln schwere Schäden anrichtete.

…ich im kommenden Jahr entgegen meinen Beteuerungen doch wieder einen 4.000er besteige?

Schade, daraus wurde leider nichts. Geplant war die Besteigung des Aletschhorns, musste jedoch wegen Witterungsunwägbarkeiten abgesagt werden.

…der Euro das Jahr 2012 überlebt (das Frankfurter Occupy-Camp an der EZB allerdings nicht, da es wegen ständig steigenden Zulaufs in den Grüneburgpark umziehen muss)?

Trotz böser Schrammen ist der Euro immer noch gültiges Zahlungsmittel. Das Frankfurter Zeltlager der Occupy-Bewegung wurde am 06. August auf Anordnung des Ordnungsdezernates durch Polizeikräfte endgültig geräumt, allerdings ohne eine Alternative aushandeln zu können. Seitdem ist seitens der Protestler nicht mehr viel zu hören.

…für die Gottschalk-Nachfolge bei Wetten, dass…? ein gemischtes Duo präsentiert wird?

Naja, diese RTL-Nudel aus Berlin-Marzahn zählt wohl nicht als gleichberechtigter Teil eines Moderatorenduos (ist die überhaupt noch dabei?). Mein Tipp ging eher in Richtung Lanz & Hunziker. Damit lag ich wohl daneben… auch egal.

…es in 2012 weder einen Krieg im Iran, noch in Nordkorea geben wird, dafür allerdings die Gewalt in Afghanistan eskaliert?

Im Iran und in Nordkorea blieb es friedlich. Im Falle Afghanistans verweise ich freundlich auf meinen Artikel „Afghanistan – unknown future“. Wer sich regelmässig über dieses Land informieren möchte, dem empfehle ich die Seite Pajhwok Afghan News – auf der englischsprachigen Nachrichtenseite gibt es täglich News über Sport, Kultur, Gesellschaft, Politik und… Krieg.

…die deutsche Fussballnationalmannschaft im Sommer nicht Europameister wird (und den Krakeelern das “T’schlaaand” sehr früh im Hals stecken bleibt)?

Da ich das 0:1 durch den Italiener Balotelli im Halbfinale als „sehr früh“ interpretiere (fiel ja auch schon in der 20. Minute), deute ich meine Prognose in ihrer Gesamtheit als völlig korrekt :-)  Die EM war – bis auf kleine Anmerkungen – dennoch unterhaltsam. Übrigens: der Suchbegriff „Ronaldo Frisur“ ist einer der häufigsten, die ich in meiner Blogstatistik finde…

…die Weihnachtsansprache 2012 vielleicht von Joachim Gauck gehalten wird, jedoch auf keinen Fall von Christian Wulff?

Na, wenn das mal keine klare Vorhersage war!

…mindestens eine der Pseudo-Polit-Talkshows der ARD abgesetzt wird (ich tippe auf Anne Will)?

Leider, leider… das ist nicht eingetroffen – die Unterhaltungsshows von Plasberg bis Maischberger belästigen uns weiterhin. Wohltuende und empfehlenswerte Alternative: die Phoenix-Runde oder Unter den Linden auf dem Sender… na? PHOENIX!

…Barack Obama die Präsidentschaftswahlen 2012 in den USA gewinnt?

War das vor einem Jahr einfach oder schwer zu prognostizieren? Bei mir überwog einfach die Angst vor Republikanern, die von der Tea Party-Bewegung getrieben werden.

…die Eintracht im nächsten Mai als klarer Tabellenführer in die Bundesliga aufsteigt, obwohl derzeit alles von den Fortunen und Greuther Fürth schwärmt?

Ok, mit der Zweitligameisterschaft hat es nicht hingehauen (jedoch mit dem Aufstieg), aber dafür schwärmt jetzt alles von der Eintracht. Weiter so!

…es im März in der einen oder anderen deutschen Grossstadt nochmals schneit, dafür aber der Sommer viel zu heiss und trocken wird?

Zwar gab es im Februar eine richtige Kältewelle, doch von März-Schnee in München, Köln oder Hamburg ist mir nichts bekannt. Und die Vorhersage für den Sommer… *räusper*

…ich auch im kommenden Jahr keine einzige Folge Dschungelcamp oder DSDS anschauen werde?

Bingo! Glücklicherweise habe ich nicht auch The Voice Of Germany aufgeführt, die ersten zwei, drei Sendungen musste ich aus persönlichen Gründen anschalten.

…es in einigen europäischen Ländern zu erheblichen sozialen Unruhen kommen wird?

Wenn man das Geschehen über einen längeren Zeitraum beobachtet hat, konnte man nur zur Schlussfolgerung kommen, dass es in den südlichen Ländern Europas zu massiven Protesten kommt. Wer meint, man könne die Vorgänge noch nicht als soziale Unruhen bezeichnen, dem sei beispielsweise Uhupardos Blog zum Schlaumachen empfohlen!

…zumindest auch der nächste Klangwechsel des John Cage-Projektes in Halberstadt am 05. Juli 2012 tatsächlich stattfindet?

Ob die Aufführung der Komposition ORGAN² / ASLSP tatsächlich wie geplant bis in das Jahr 2640 andauern wird, weiss natürlich niemand. Aber vergangenen Juli durfte ich Augenzeuge des Klangwechsels sein. Eine beeindruckende Sache!

…sich der kommende Frankfurter OB Boris Rhein zum Entsetzen seiner Bürger mit der Eingemeindung Offenbachs auseinandersetzen muss, da weder Hanau noch Darmstadt bereit sind, sich des Elends anzunehmen?

Da weder Boris Rhein zum Oberbürgermeister Frankfurts gewählt wurde, noch eine Eingemeindung Offenbachs anstand (obwohl… soooo schlecht ist die östlich gelegene Gemeinde ja auch nicht), war meine Vorhersage völlig daneben. Aber den Kelch B. Rhein sehe ich gerne vorüberziehen.

…im nächsten Jahr Silvio Berlusconi, Sepp Blatter und der syrische Präsident Baschar al-Assad jeweils vor Gericht stehen werden

Signore Bunga-Bunga hat es bereits erwischt und ein weiterer Prozess steht für ihn noch an (dennoch drängt es ihn in Italiens höchstes Staatsamt zurück). Der Blatter Sepp muss sich derweil einer hausinternen Kommission für Good Governance stellen und mit al-Assad will auch keiner von uns tauschen. Aber seien wir genau – in 2012 erwischte die Gerichtsbarkeit nur Berlusconi. Die beiden anderen folgen in 2013. Versprochen!

…die Welt dann doch nicht am 21. Dezember 2012 untergehen wird?

Tja, das werden wir dann sehen…

Fazit: Kein schlechter Blick in die Glaskugel! Für den grossen Lottogewinn reicht die Trefferquote noch nicht, aber als Wahrsager in der Jahrmarktsbude würde ich bestimmt eine gute Figur abgeben.

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* Das Eichhörnchen Hans-Dietrich kommt täglich bei Frau Lenz vorbei, um sich Nüsse abzuholen und für die Kamera zu posieren. Der kleine Kerl hat mittlerweile Prominentenstatus erlangt – und sogar eine eigene Facebookseite!

 

Der Internet-Modehändler MODOMOTO wirbt auf seiner Homepage mit dem Spruch „Nie wieder Shopping-Stress! Shopping frisst unsere Zeit, ist oft anstrengend und alles andere als effektiv“.

Was uns auf den ersten Blick wie ein leicht verunglückter Versuch der verantwortlichen Agentur erscheint, eine anscheinend interessante Geschäftsidee an den Mann zu bringen, macht bei genauerer Betrachtung nachdenklich.

Werbung zielt immer auf ungeschriebene, allgemeingesellschaftliche Vereinbarungen, um weitestgehende Zustimmung und im besten Fall Begeisterung auszulösen. Werbung beobachtet und spielt mit dem Zeitgeist. Grosse Bereiche der Werbebranche und Produktentwicklung beschäftigen sich ausschliesslich damit, unsere Gesellschaft und deren Strömungen zu analysieren, um Zielgruppen, Kommunikationskanäle und die Art der Kundenansprache bestimmen zu können.

(Quelle: Ingo Anstötz / pixelio.de)

(Quelle: Ingo Anstötz / pixelio.de)

Wie ist jedoch der Zustand unserer Gesellschaft zu bewerten, wenn – wie in diesem Beispiel – augenscheinlich totale Effizienz und Konformität erstrebenswerte Ziele sind? Der Versandhändler verspricht, durch Zusendung genormter Kleidung modische Ansprüche zu erfüllen (weg mit der Vielfalt) und uns Zeit zu schenken. Zeit wofür?

Nebenbeschäftigungen können nicht gemeint sein. Gespräche mit Freunden führt man ja bekanntlich via Facebook und Skype-Chat, weil auch das bequemer und effizienter ist. Wir hinterfragen oder ergründen nichts, sondern googlen. Man geht nicht mehr ins Kino, sondern bucht den Wunschfilm auf den eigenen Flachbildschirm. Anstatt sich an das Klavier zu setzen, mischen wir vorgefertigte Loops per Audio-Software zum Einheitsgedudel, mit dem dann die moderne, sterile, vollausgestattete Küche beschallt wird, in der die adrette Ehefrau die Tütensuppe erhitzt. So zumindest macht es uns die Werbung vor. Optimierung, Zeitersparnis, Vereinfachung.

Wenn also Müssiggang, das Herumschlendern zwischen Schaufenstern, die vertiefende Beschäftigung mit Künsten oder Kulturellem, mit dem Schönen und Guten, ja allgemein das Geniessen von freier Zeit laut Werbung „alles andere als effektiv“ sein soll, dann hat das Leben zwangsläufig nur einen Sinn: produktiv, vollumfänglich und verlässlich funktionierend der Wirtschafts- und Arbeitswelt zur Verfügung zu stehen. Die darausfolgende Konsequenz: wer diesen Dienst nicht erfüllt, ist nicht Teil der allgemeingültigen Gesellschaftsform.

Liebe Leserin, lieber Leser: Nehme Dir nur zehn Minuten Deiner (wertvollen) Zeit und füge die vielen Mosaiksteinchen der Werbespots, Anzeigen und Promotions zusammen, die Dir gerade spontan einfallen. Siehst Du dann auch ein Bild von Welten, wie wir sie aus Fahrenheit 451, Schöne Neue Welt, 1984 oder Die Insel kennen? Genormte, scheinbar glückliche Menschen, die einem gleichgeschalteten System dienen? Ein bisschen mehr Weichzeichner und die Filme ähneln den Spots der Scientology-Sekte. Erschreckend, oder?

Es braucht keine dämagogischen, böse dreinblickenden Diktatoren, um totalitaristische Formen zu erschaffen. Eine Marktwirtschaft, die auf Optimierung, Produktivität, Effizienz und Kapital basiert, schafft das scheinbar ganz alleine…

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[Anmerkung: Der Online-Versand MODOMOTO präsentiert sich als Personal Shopping Service speziell für Männer. Per Internetfragebogen oder Telefonat klärt der Kunde die wichtigsten Eckdaten (z. B. Konfektionsgrössen und Stil), dann stellt der Händler ein Paket aus 8-10 Kleidungsstücken zusammen („…basierend auf Ihrem Geschmack und speziellen Wünschen…“). Nach Empfang der Lieferung probiert man zuhause in Ruhe die Waren („…bekannte und qualitativ erstklassige Marken…“) und schickt kostenfrei die Stücke zurück, die einem nicht gefallen. Dieser Service ist auch als Abonnement erhältlich, so dass allmonatlich ein MODOMOTO-Paket mit Kleidungsempfehlungen eintrifft.]

“Hier ist Ihre Ausweiskarte und die Besuchernummer. Nehmen Sie im Wartesaal Platz, Sie werden dann aufgerufen!“ • “Die Besucher mit den Nummern 11 bis 15 werden gebeten, sich umgehend am Beratungsschalter einzufinden. Die Besucher mit den Nummern 11 bis 15, bitte!“ • “Füllen Sie dieses Formular aus und begeben Sie sich in das Amtsgebäude, dritte Etage!“ • “Bitte händigen Sie mir Ihren ausgefüllten Anmeldebogen aus und legen Sie den Ausweis vor. Das Beratungszimmer betreten Sie erst, sobald das Glockensignal ertönt!“

Rumgerenne, Rumgehetze, Warten, Formulare ausfüllen. Die vorab ausgehändigte Informa-tionsbroschüre rät: “Bitte seien Sie freundlich und geduldig, unsere Mitarbeiter versuchen alles, um einen schnellen Ablauf zu gewährleisten“. Der ganz normale Ämterwahnsinn – diesmal allerdings freiwillig, freitagsabends um 21 Uhr!

(Foto: Katja Lenz)

Wir befinden uns im AMT FÜR UMBRUCHSBEWÄLTIGUNG – einem Projekt im Rahmen der Veranstaltungsreihe DEMON-STRATIONEN. VOM WERDEN NORMATIVER ORDNUNGEN, die vom Frankfurter Kunstverein in Zusammenarbeit mit dem Exzellenzcluster Normative Orders der Goethe-Universität konzipiert und durchgeführt wird.

Das Projekt (seit 18. Januar bis 25. März 2012) greift die Situationen auf, in denen wir – das Individuum – die Konfrontation mit dem Ordnungssystem spüren, in das wir eingebunden sind. Dieses System kann durch Repression oder auf der Basis eines demokratischen Regelwerks hergestellt worden sein, das sich freiheitlichen Werten verpflichtet. Dennoch erleben wir gegenwärtig immer häufiger die Momente des Zweifels, des Protests oder der Resignation. Beispiele sind die Occupy-Bewegung, Attac, Stuttgart21, wütende Demonstrationen in Südeuropa und die Revolutionen im arabischen Raum, aber auch die Parolen am Stammtisch, das pauschale ‚die da oben‘, ‚die Banker‘, ‚jaja, die Herren Politiker‘, das Aufblühen des Nationalismus und die sog. Politikverdrossenheit einschliesslich des Nichtwählens.

Das Projekt zeigt durch unterschiedlichste Mittel (z. B. Ausstellung, Vorträge, Darstellende Kunst / Theater / Aktionskunst) auf, wo die Grenzen zum Aufbegehren bestehen oder wie die Mittel des Protest aussehen können. Die komplette Veranstaltungsreihe im kalendarischen Überblick ist hier zu finden.

Freitagabend also der ‚Gang auf’s Amt‘. Der Abend beginnt mit einer Podiumsdiskussion in der Cafébar des Kunstvereins, Thema: In welcher Welt leben wir? Die Professoren Frau Rebentisch (frau verzeihe mir das fehlende „Innen“), Herr Vogl und Herr Honneth debattieren darüber, ob die aktuelle Situation (Politik augenscheinlich vom Finanzmarkt getrieben) systembedingt, bewusst oder aufgrund von Fehlern besteht und welche Möglichkeiten des Änderns in Frage kämen. Sehr erfrischend die gute Moderation durch Rainer Forst, doch leider gibt es ein Zeitlimt und nach anregenden 1 1/2 Stunden muss die sehr interessante Debatte beendet werden – das AMT FÜR UMBRUCHSBEWÄLTIGUNG ruft!

Der Weg, interessierte Bürger zu Gesprächen mit Experten über die Hauptthemen Demokratie und Freiheit, Globale Phänomene und Ökonomie und Gerechtigkeit zu führen, war konzeptionell äusserst spannend, originell und unterhaltsam. In den Räumen des Presseamtes öffnete der Frankfurter Kunstverein gemeinsam mit den Experten der Goethe-Universität von Freitag bis Sonntag eine ‚Behörde‘ einschliesslich aller bürokratischen Hürden: Das Beantragen von Ausweisen, das Ausfüllen von Formularen, diverse Wege von Schalter zu Schalter und Raum zu Raum und natürlich die obligatorischen Wartezeiten.

Nach dem endlosen Ritt auf dem Amtsschimmel sitzt man dann endlich dem gewünschten Experten gegenüber, in meinem Fall die Volljuristin Monika Bruss, die derzeit am Exzellenzcluster der Goethe-Uni zum Thema Internationales und vergleichendes Urheberrecht promoviert. Genau 20 Minuten bekam ich für ein Gespräch über das Thema Urheberrecht im Digitalzeitalter – obsolet oder notwendig? eingeräumt, dann musste auf Signal der Platz für den nächsten Besucher freigemacht werden. Die Unterhaltung verlief sehr interessant, zumal das Thema auch in diesem Blog vor kurzer Zeit behandelt wurde (siehe hier und hier).

Weitere Gesprächsangebote am Freitagabend waren beispielsweise Frauen im Islam, Paradoxien der Freiheit, Deutsche Aussenpolitik im Wandel, Arbeit und Anerkennung oder die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Neoliberalismus. Für den neugierigen Bürger also eine interessante Palette an Themen, um sich mit Umbruch und Veränderung zu beschäftigen.

Diese Expertengespräche in den Rahmen eines Behördengangs zu packen, halten wir für eine ausgesprochen witzige und durchdachte Idee! Den bürokratischen Verwaltungsakt kann man als stellvertretend für die postdemokratische Technokratie betrachten, auf die wir uns zubewegen. Die anschliessende Unterhaltung mit den Denkanstössen ist dann der Moment des Bruchs. Zudem macht der ‚Amtsbesuch‘ aus Teilnehmern aktiv Mitwirkende an diesem Kunstwerk – mittendrin statt nur dabei!

Beim späteren Gedankenaustausch mit Apfelsaftschorle und Rothaus Tannenzäpfle sind wir uns einig: Eine äusserst gelungener Abend, der Spass und Ernsthaftigkeit hervorragend kombiniert hat!

(Alle Fotos: Katja Lenz)

(Informationen: Frankfurter Kunstverein | Amt für Umbruchsbewältigung)

Sie eifern ihren Helden der Literatur nach: Die Protagonisten der Steampunk-Szene suchen das Lebensgefühl aus den Romanen Jules Vernes oder H.G. Wells und gestalten heutige Alltags-gegenstände so um, als ob sie dem Filmset von 20.000 Meilen unter dem Meer entstammen.  

Modifizierte Computertastatur

Mit Regelmässigkeit sind in Filmproduktionen eigentümliche, fantastische Ausstattungen und Kulissen zu sehen, die den historischen Science-Fiction-Romanen entstammen könnten. Aktuell in Sherlock Holmes oder Martin Scorseses Hugo, aber auch in älteren Filmen wie beispielsweise Die Liga der aussergewöhnlichen Gentlemen oder Charlie und die Schokoladenfabrik und Sleepy Hollow mit Johnny Depp: Brillengestelle mit zigfachen Linsen und sonstigen Funktionen, luxuriös ausgestattete Fluggeräte in Fesselballon- und Stahlnietenoptik, überdimensionale, dampfbetriebene Zahnradmechaniken, die irgendetwas in Bewegung setzen oder Reagenzgläser zum Blubbern bringen.

Die Gerätschaften und Maschinen in Plüsch- und Messingoptik strahlen eine eigentümliche Faszination aus. Designelemente aus Art Déco und Jugendstil verschmelzen mit Funktionalität oder Magie. Ob Zeitmaschine, Kompass, Fortbewegungsmittel oder Lesehilfe – das Instrumentarium in dem edel-verspielten Look macht auch optisch etwas her.

Eingebettet werden die mehr oder minder fantastischen Geschichten in das imperiale England des 19. Jahrhunderts – das viktorianische Zeitalter mit seinem Entdecker- und Erfindergeist. Und nicht nur Kino- oder Literaturfans finden Gefallen an den abenteuerlichen Stoffen: Der Mix aus ‚Guter-alter-Zeit‘ und dem Aufbruch in die Industrialisierung, die Verbindung von Konservativismus und Abenteuerlust inspiriert seit längerem eine ganze Szene!

Steampunk ist eine Richtung, die irgendwo zwischen Gothic, Dandytum, Fantasy- und Technikfans einzuordnen ist und einer alternativen Zukunft frönt. Die weltweite Szene sucht die Romantik, aber auch den Wissenschaftseifer des Dampfzeitalters. Steampunk ist der Versuch, haptisch und optisch der heutigen Digitalisierung etwas entgegenzusetzen. Und er steht für die Fragestellung, wie die Welt heute aussehen würde, wenn man statt mit einem Airbus A380 in einem komfortablen Zeppelin über den Atlantik fliegt.

Neben dem standesgemässen Outfit, das nicht nur auf Festivals oder im Internet präsentiert wird, treibt die Anhänger des Steampunk eine Sache besonders an: Das Umgestalten der alltäglichen Gebrauchsgegenstände. Da ein Auto der gültigen Strassenverkehrsordnung entsprechen muss, nimmt sich der Steampunk anderen Objekten an: Das Handy, der PC, Taschenmesser, Regenschirme… Mit Leder, Nietenoptik und viel Phantasie werden die Dinge des Alltags optisch in das 19. Jahrhundert zurücktransferiert.

Einen schönen Einblick in die Welt des Steampunk bietet der Autor Alex Jahnke (alias Serenus Zeitbloom) auf der Homepage clockworker.de, von der auch alle Fotos dieses Artikels stammen.

(Nachtrag: Laurazeitlos veröffentlicht in ihrem Blog laurazeitlos.wordpress.com sehr schöne und interessante Fotoarbeiten. Ihr aktuelles Bild ‚Zeit‘ greift zufällig wunderbar die Stilistik des Steampunk auf)

Das Podium

Am gestrigen Abend fand in den Räumen der Evangelischen Stadtakademie Römer9 die Auftaktveranstaltung einer Diskussionsreihe statt, in deren Rahmen OCCUPY FRANKFURT  Gesprächspartner zur öffentlichen Debatte unter dem Motto Gemeinsam in die Krise einlädt.

Premierengast war Oswald Metzger. Seine politische Laufbahn begann er in der SPD, bevor er 1987 zu den Grünen wechselte. Nach zunehmenden Differenzen trat er dann 2008 der CDU bei, wo er bis heute als Beisitzer im Bundesvorstand der CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT) fungiert. In seiner Zeit als aktiver Politiker war er u. a. Mitglied im Finanzausschuss des baden-württembergischen Landtages, Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Finanzauschuss im Bundestag, wo er sich den Ruf des Finanzexperten erwarb. Als Kurator der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist sein Credo Freiheit, Wettbewerb und Subsidiarität. Metzger bezeichnet sich selbst als Ordoliberalen, der für freien Wettbewerb, Haftung und Verantwortung der einzelnen Marktteilnehmer und möglichst grosse Zurückhaltung des Staates plädiert. Das kann durchaus als neoliberal bezeichnet werden.

Geladen wurde er mit der Fragestellung „Deflation oder Inflation, Herr Oswald Metzger?“ Schnell wurde klar, dass Publikumsfragen und die Komplexität des Themas die zweistündige Zeitvorgabe sprengen würden, zumal sich Metzger in etwas ausschweifenderen Ausführungen und Antworten gefiel. Häufig betonte er dabei die Notwendigkeit der Balance zwischen Geldmenge und produktiven Werten, sowie das absolute Ziel der staatlichen Konsolidierung. Konkrete Fragen zur Zukunft des Euro und der Euroländer waren natürlich auch von ihm nicht mit hundertprozentiger Sicherheit zu beantworten.

Interessant wurde es, als man auf die finanzpolitische Expertise der Bundestagsabgeordneten und Regierungsmitglieder und deren Entscheidungsverantwortung zu sprechen kam. Metzger begann auszuweichen mit Verweisen auf Fraktionszwänge und gewissenhaftem Studium der Wirtschafts-presse. Den beiden anderen Diskussionsteilnehmern auf dem Podium – zwei Aktivisten der Occupy Frankfurt-Bewegung (der eine ist der Investmentbranche zugehörig) – konnten diese Antworten nicht gefallen. Als Metzger dann noch betonte, dass auch Politiker um ihren Job bangen würden, ergriff ich das Mikrofon: „Insbesondere Mitglied des Bundestages zu sein, ist kein Job, sondern ein Auftrag. Ein Auftrag, der vom Volk erteilt wird„, kritisierte ich Metzgers Kommentar.

Meine Frage, inwieweit die Berliner Politik dem Beispiel Brüssels folgen würde, mit einer unabhängigen Institution insbesondere dem Finanz- und Wirtschaftslobbyismus etwas entgegen-zusetzen, blieb leider unbeantwortet.

Abschliessend sei gesagt, dass die Veranstaltungsreihe durchaus interessante Debatten und Einblicke hervorbringen kann, zumal den Gästen auch die Gedanken der Occupy-Bewegung näher gebracht werden. Wünschenswert wäre aber eine deutlich bessere Beteiligung  – gestern waren leider nur 30 Zuschauer anwesend.

(Ich bitte die miese Bildqualität zu entschuldigen – komme leider derzeit mit Blitzlichtaufnahmen überhaupt nicht zurecht)